Ratgeber · Stand: Oktober 2026

Vorweg ein offenes Wort: Unser eigener Shop läuft auf WordPress. Wir mögen WordPress – für einen Shop, einen Blog oder eine große Website. Für die Visitenkarten-Website eines kleinen Betriebs ist es aber oft zu viel: zu viel Technik, die gepflegt werden will, obwohl sich auf der Seite selbst kaum etwas ändert.

Wofür WordPress gut ist – und wofür nicht

WordPress ist das verbreitetste System für Websites: Laut W3Techs läuft knapp 40 Prozent aller Websites damit (Stand Oktober 2026). Seine Stärke sind Erweiterungen, sogenannte Plugins – für Shop, Terminbuchung, Mitgliederbereich, mehrere Sprachen und fast alles andere.

Genau diese Stärke wird bei einer kleinen Website zur Last. Wer nur zeigen will, was er anbietet, wo er sitzt und wie man ihn erreicht, braucht keine Datenbank, keinen Login-Bereich und keine Plugins. Er bekommt sie bei WordPress trotzdem – und muss sie pflegen.

Was das im Alltag heißt: ein Blick auf unseren eigenen Shop

Unser Shop 10minutenwebseite.de braucht WordPress wirklich: Warenkorb, Bezahlung, Rechnungen, rechtliche Texte für den Online-Handel. Was das an Technik bedeutet, sehen wir jeden Tag:

  • 19 aktive Plugins, dazu drei abgeschaltete und zwei, die immer laufen.
  • Rund 380 MB Plugin-Dateien und eine Datenbank mit fast 2.000 Einstellungen.
  • Updates fast jede Woche: Allein am 24. Oktober 2026 haben wir drei Erweiterungen und ein Theme aktualisiert; heute, drei Tage später, wartet schon das nächste Update.
  • Vor jedem Update eine Sicherung, danach ein Test von Warenkorb und Kasse – sonst merkt man einen Fehler erst, wenn ein Kunde nicht bezahlen kann.
  • Ein Plugin, mit dem man Dateien direkt im Browser bearbeiten konnte, haben wir aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.

Für einen Shop ist dieser Aufwand richtig. Für eine Seite mit Leistungen, Öffnungszeiten und Telefonnummer ist er es nicht.

Die Zahlen: Das Risiko steckt in den Erweiterungen

Der Sicherheitsdienst Patchstack zählt jedes Jahr die neu bekannt gewordenen Sicherheitslücken rund um WordPress. Für 2025 waren es 11.334 – 42 Prozent mehr als im Jahr davor. 91 Prozent davon steckten in Plugins, 9 Prozent in Themes, nur 6 im WordPress-Kern selbst (Patchstack, State of WordPress Security 2026).

Das heißt nicht, dass WordPress unsicher ist. Es heißt: Jedes Plugin ist eine Tür, die jemand abschließen muss – mit Updates, regelmäßig, auf Dauer. Wer seine Website einmal einrichten lässt und dann nie wieder anschaut, hat nach ein, zwei Jahren eine Seite mit offenen Türen.

Drei Wege im Vergleich

WordPressBaukasten (Wix, Jimdo, IONOS …)Fertige Website ohne Datenbank
PflegeUpdates von WordPress, Theme und Plugins, Sicherungenübernimmt der Anbieterkeine Updates nötig
AngriffsflächeLogin, Datenbank, Pluginsbeim Anbieterkein Login, keine Datenbank, keine Plugins
Laufende KostenHosting, oft Premium-Plugins, Wartung durch Dienstleistermonatliches Abonur Speicherplatz und Domain
Mitnehmenmöglich, aber aufwendigmeist nicht – die Seite bleibt beim Anbietereinfach: es sind normale Dateien
Funktionenfast unbegrenztje nach Tarifbewusst wenige: Seite, Impressum, Datenschutz

Wann Sie bei WordPress bleiben sollten

  • Sie verkaufen online, mit Warenkorb und Bezahlung.
  • Sie schreiben regelmäßig Beiträge oder haben viele Unterseiten.
  • Sie brauchen Online-Terminbuchung, einen Mitgliederbereich oder mehrere Sprachen.
  • Jemand kümmert sich verlässlich um Updates und Sicherungen – Sie selbst oder ein Dienstleister.

Trifft nichts davon zu, ist eine einfachere Lösung meist die bessere.

Die Alternative bei uns: fertige Website mit Editor

Unsere Websites sind fertige Seiten aus HTML und CSS – ohne WordPress, ohne Datenbank, ohne Plugins. Es gibt nichts zu aktualisieren. Die Seiten setzen keine Cookies und kein Tracking ein; solange Sie keine Dienste wie YouTube-Videos einbinden, brauchen sie kein Cookie-Banner.

Geändert wird im Browser, in demselben Editor, in dem die Website entsteht:

  • Nach dem Kauf: 30 Tage lang ändern Sie Texte, Bilder und Design selbst und erzeugen die Website neu.
  • Mit unserem Online-Paket (9,90 € im Monat, jährlich 118,80 €, mit .de-Domain auf Ihren Namen und E-Mail-Postfach): Der Editor bleibt für die ganze Vertragslaufzeit offen. Mit „Änderungen veröffentlichen“ ist die neue Fassung meist sofort online, die vorige Version bleibt erhalten. Den Zugang holen Sie sich jederzeit über Website bearbeiten.
  • Mitnehmen: Wenn Sie gehen, bekommen Sie die Website als ZIP-Datei und den Code für Ihre Domain kostenlos.

Was das über ein paar Jahre kostet – im Vergleich zu Baukasten und Agentur –, steht in Was kostet eine Website?

Von WordPress umziehen: worauf achten

  1. Inhalte sichern: Texte und Fotos aus der alten Seite kopieren, bevor Sie dort etwas abschalten.
  2. Prüfen, was wirklich gebraucht wird: Kontaktformular, Newsletter, Buchung? Bei einer einfachen Seite reichen meist Telefon und E-Mail.
  3. Domain behalten: Beim bisherigen Anbieter den Code für den Umzug (AuthInfo) anfordern – so bleibt Ihre Adresse dieselbe.
  4. Altes WordPress erst abschalten, wenn die neue Seite läuft – und dann wirklich abschalten, damit keine vergessene Installation offen im Netz steht.

Website ohne Plugins und Updates

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